Hauchzartes Perforieren

[Cortissimo] Inspiration

08.06.2017

Die Cortina bei der Rheinisch-Bergischen Druckerei (RBD) zaubert wasserlos nicht nur wundervolle Farben auf Zeitungspapier, sondern kann dieses auch schneiden und perforieren – und das bei 40.000 Umdrehungen pro Stunde. Über die hohe Kunst Papier zu perforieren und damit innovative Werbeformate zu erfinden.

Durch die neue Technik können Response-Elemente, die als solche durch die Perforation visuell erkennbar sind, in einer Zeitung realisiert werden und das im Produktionsprozess. Dies war früher oft nur in Hochglanzmagazinen oder durch einen hohen Mehraufwand möglich. Damit wird die Zeitung zum Zeitungsmagazin und bietet im Produkt selbst spannende Anwendungsmöglichkeiten. Neben dem reinen Response-Element, um etwa mit Leserinnen und Lesern in Kontakt zu treten und ein Feedback einzuholen, stellen Coupons ein spannendes Feld dar. Sie können vor allem Marketingaktivitäten im Segment der Abverkaufsförderung aktivieren, etwa bei Medien mit hohen Streuraten wie beispielsweise Postwurfsendungen. Dort können jetzt, ohne dass das Produkt noch einmal eingeschweißt wird, Coupons im Hauptprodukt beigefügt werden. So kann der Nutzer schneller und einfacher auf die Angebote zugreifen. Zudem senkt dies die Hemmschwelle, den Informationsträger in die Hand zu nehmen und durchzublättern. Dies kann gerade bei eingeschweißten Medien helfen, denkt man an die Tüte mit Beilagen etwa von „Einkauf aktuell“ zurück. Denn wer ist nach dem Öffnen gerne sofort mit einem Problem konfrontiert: Wohin mit der Umverpackung? Dazu kommt die Glaubwürdigkeit der Zeitung und diese wird automatisch über die haptische Erfahrung und den Charakter des Zeitungsmagazins, transportiert. Gleichzeitig werden nun der informierende Charakter und der Abverkauf gestärkt.

Eine Weiterentwicklung der RBD

Die KBA Cortina verfügt über eine Standard-Vorrichtung, um Papierbahnen zu schneiden. So können Medien mit Altarfalz, etwa das Superpanorama, produziert werden. Diese Vorrichtung wurde nun so ergänzt, dass die Schneidemesser variabler positioniert werden können und damit auch Perforationen möglich sind.

Die Perforation erfolgt direkt in der laufenden Papierbahn und die Position ist nicht auf eine Seite beschränkt. Gemeinsam mit der Leimanlage, die ebenfalls in die KBA Cortina integriert ist, sind völlig neue und innovative Produktarten, wie etwa das Multiview im Coldset-Zeitungsdruck, möglich. Diese können so die Vorteile des großvolumigen und mittlerweile technisch und qualitativ bis zum 70er Raster ausreizbaren und ausgereiften Druckverfahrens nutzen. Neben den ökonomischen Vorteilen und der Produkttiefe spielen auch ökologische Vorteile durch den wasserlosen Druck eine Rolle.

Mittlerweile nutzen die ersten Kunden, wie etwa die Sparkasse Wuppertal (LINK AUF BEST PRACTICE ARTIKEL), erfolgreich die neuen Möglichkeiten. Der Kreative in der Agentur muss zwar ein wenig umdenken und die neuen Formate in seine Layoutvorbereitungen integrieren, aber hier steht das Beratungsteam der RBD helfend zur Seite, so dass die Integration in den Produktionsablauf der Kreativen jederzeit und problemlos gelingt. Das gilt übrigens auch bei allen Fragen zur Bildbearbeitung im Coldset-Druckverfahren. Das Team empfiehlt auf Wunsch gerne für das Druckverfahren spezialisierte Dienstleister, die eine optimale Bildqualität auf den Volumenpapieren garantieren können.


Weitere Inspirationen

Der Druck auf der Zeitungsrolle bringt uns zudem den Vorteil, dass wir bis zum Vorabend des Andrucks aktuell an der Ausgabe arbeiten können.

Dr. Dieter Hilla, Bayer Aktiengesellschaft, Employee Communications/direkt/BNC